„Mann, Mann, Mann!"

Die „Rico, Oskar ..."-Trilogie von Andreas Steinhöfel

 

Um wen geht es?
- Rico, „tiefbegabt“
- Oskar, hochbegabt
- Ricos Mama Tanja Doretti
- Oskars Papa Lars
- Frau Dahling, Nachbarin mit DVD-Player und Vorliebe für „Müffelchen"
- „der Bühl“, neuer Nachbar, attraktiv, aber zunächst auch sehr verdächtig
- Herr Fitzke, Nachbar mit Steine-Zucht
- viele weitere Nachbarn aus der Dieffe (=Dieffenbachstraße) 93 in Berlin

Worum geht es?
Die Geschichten rund um Rico und Oskar werden in drei Bänden erzählt (falls du auch gerne Fremdwörter lernst wie Rico: So etwas nennt man eine Trilogie).
Und darum geht es in den einzelnen Büchern:

Rico, Oskar und die Tieferschatten
Hier lernen Rico und Oskar sich kennen und erleben zusammen gleich ein richtig großes und gefährliches Abenteuer. In Berlin treibt nämlich ein Kindesentführer sein Unwesen, vor dem Eltern und Kinder Angst haben. Als Ricos neuer Freund Oskar eines Tages nicht wie vereinbart bei ihm auftaucht, ist Rico traurig, weil er befürchtet, dass Oskar vielleicht doch nicht sein Freund sein möchte. Aber es ist ganz, ganz anders, als er denkt. Wie die beiden Jungs mit vereinten Kräften und jeder Menge Cleverness dem Entführer „Mister 2000“ und damit auch den geheimnisvollen Tieferschatten auf die Schliche kommen, das ist wirklich spannend!

Rico, Oskar und das Herzgebreche
Oskar bemerkt, dass Ricos Mama beim Bingo-Spielen schummelt und trotz falscher Zahlen gewinnt. Und er findet heraus, dass die komischen Taschen, die sie dabei immer als Preis bekommt und gleich wieder übers Internet verkauft, aus wertvollem Material sind und gar nicht aus billigem Plastik, wie Rico immer dachte. Dass hinter dem Bingo-Schummel noch viel mehr steckt, bekommen die beiden Jungs nach und nach heraus. Mit der Hilfe von Herrn van Scherten, dem Verehrer ihrer netten Nachbarin Frau Dahling, machen sich Rico und Oskar daran, den wirklichen Betrügern auf die Spur zu kommen. Lustig und aufregend zugleich!

Rico, Oskar und der Diebstahlstein
Im dritten und letzten Band werden Rico und Oskar noch einmal richtig gefordert und ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Es geht um einen ganz besonderen Stein aus dem Nachlass ihres verstorbenen Nachbars Fitzke. Der Stein wurde gestohlen und Rico will ihn unbedingt wiederhaben, schließlich hat Fitzke ihm die Steine vererbt. Natürlich steht Oskar ihm zur Seite und die beiden machen sich diesmal auf eine Reise, die sie bis an die Ostsee führt. Schon die Zugfahrt nach Norden bringt die beiden an ihre Grenzen, aber sie beißen sich durch. Zusammen mit dem taubstummen Jungen Sven und natürlich mit der Hilfe von Ricos Hund Porsche verfolgen sie die Diebe und sind nicht zu stoppen, egal, wer sich ihnen in den Weg zu stellen versucht.

Das ist toll!
"Mann, Mann, Mann!", würde Rico da sagen – an der „Rico und Oskar“-Trilogie ist einfach alles toll. Der Autor Andreas Steinhöfel zeigt, wie man aus der Grundidee „Zwei ungleiche Jungs werden beste Freunde und erleben zusammen spannende Abenteuer“ etwas wirklich Einzigartiges erschafft.

Die kleine Welt der beiden Jungs ist perfekt angelegt und geschildert – das Haus, in dem Rico wohnt, die Umgebung, die Personen. Da ist zum Beispiel Ricos etwas verpeilte, aber liebenswerte Mama Tanja, die nette Nachbarin Frau Dahling und der neue, ausgesprochen attraktive Nachbar Simon Westbühl. Sie und all die anderen sehr besonderen Nachbarn werden beim Lesen so lebendig, dass man am liebsten gleich mit in das Haus in der Dieffe 93 einziehen möchte.

Und dann sind da Rico, der sich als „tiefbegabt“ bezeichnet, aber auf seine Art ganz schön schlau ist, und der hochbegabte, aber übervorsichtige Oskar – ganz unterschiedliche Jungen und doch die besten Freunde, die man sich denken kann. Gemeinsam trauen sie sich, Dinge zu machen, die sie alleine niemals getan hätten. Ihre Freundschaft macht sie stark und lässt sie über sich hinauswachsen. Und sie lernen, die Welt aus der Sicht des anderen zu sehen. Und auch für ihre manchmal merkwürdigen Nachbarn entwickeln sie im Lauf der Geschichten immer mehr Verständnis und Mitgefühl.

Und das ist nur der Inhalt, der auch neben der eigentlichen Handlung voller origineller Ideen steckt. Was diese drei Büchern darüber hinaus außergewöhnlich macht, ist vor allem auch, WIE sie geschrieben sind: Die Sprache von Andreas Steinhöfel ist wirklich besonders: voller Witz, neuer Wortschöpfungen und origineller Vergleiche.

Die Geschichten sind aus der Sicht von Rico geschrieben. Sein Blick auf die Welt ist aufgrund seiner „Tiefbegabung“ irgendwie ein bisschen anders als der von anderen Menschen. Daraus ergeben sich viele urkomische Momente beim Lesen – auch da, wo es in der Geschichte selbst gerade um gar nicht witzige Sachen geht.

Alle drei Bände erzählen zwar in sich abgeschlossene Geschichten, sind aber auf vielen Ebenen miteinander verknüpft. Es macht Spaß, die vielen kleinen Verbindungen und Hinweise zu entdecken. 

Und dann sind da noch die Zeichnungen von Peter Schössow, mit denen jedes Kapitel beginnt. Die sind so cool und klasse, dass auch in die Filme von ihm gezeichnete und animierte Szenen aufgenommen wurden.

Aktueller Stand bei den Filmen:
„Rico, Oskar und die Tieferschatten“ gibt es auf DVD/Blu-ray.
„Rico, Oskar und das Herzgebreche“ im Sommer 2015 in den Kinos und ab November 2015 auf DVD/Blu-ray.
„Rico, Oskar und der Diebstahlstein“ wird im Sommer 2016 ins Kino kommen.

Wer sich Geschichten auch gerne mal anhört, der hat große Auswahl unter Hörbuch- und Hörspiel-Umsetzungen.
Alles dazu findest du, wenn du dich hier in die Lausch-Ecke reinklickst. Die Seite geht dann in einem neuen Fenster auf.

Es gibt die Bücher einzeln als Taschenbücher oder alle drei Bände als Hardcover im hochwertigen Schuber. Zum Hören gibt es in drei Versionen: als ungekürzte Lesung vom Autor, als Hörspiel-Umsetzung und als Hörspiel zum Film.

Verlag Bücher: Carlsen Verlag
Verlag Hörbücher: Silberfisch/Hörbuch Hamburg




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