Spiel und Spass auf Knax!


 
Ihren Top 3-Hit “Fairytale Gone Bad” kennt jeder aus dem Radio, denn er läuft seit Monaten täglich auf allen Stationen.

Vor ihrem Auftritt bei THE DOME 41 am 2. März 2007 standen uns
die fünf Jungs von Sunrise Avenue Rede und Antwort. Hier erfahrt
ihr unter anderem, wie sie als Kinder mit dem Musikmachen angefangen haben.

In ihrer Heimat Finnland sind Samu (30), Janne (30), Raul (31), Jukka (24) und Sami (27) seit letztem Sommer echte Stars, stürm-
ten bereits mit mehreren Singles
die Charts und räumen reihenweise Preise für ihr erstes Album „On
The Way To Wonderland“ ab. In Deutschland haben sie sich auch schon eine große Fangemeinde erobert. Der Weg führt steil aufwärts und wenn ihr das Interview gelesen habt, wisst ihr, dass die Jungs nicht nur gute Musik machen, sondern auch jede Menge Humor haben.



Mit welchem Instrument habt ihr eigentlich angefangen, Musik zu machen? Kinder in Deutschland müssen meistens als erstes Flöte spielen lernen ...
Janne: Das ist in Finnland auch so! Das lernt man in der Schule.
Samu: Was?! Ach so, stimmt ja ... jetzt erinnere ich mich auch wieder ... in der 6. Klasse haben wir mal „Morning Has Broken“ vorspielen müssen (singt das Lied an) … das klang furchtbar ... das würde ich ja heute gern mal hören! (lacht) Wir waren 30 Jungs und Mädchen ... und der Junge, der neben mir stand, der konnte die Töne nicht voneinander unterscheiden. Er wusste nur, wie viele Finger man für jede Note auf die Löcher der Flöte drücken musste ...
Jukka: Hattet ihr Publikum?
Samu: Ja, unsere Eltern. Die haben tapfer gelächelt ... (grinst)
Raul: Naja, besser als 30 Geigen ...
Jukka: ... oder Trompeten! (imitiert schiefes Gefiedel und Getröte)
Sami: Bei mir war’s das gleiche mit der Flöte.
Raul: Ich habe als erstes Geigespielen gelernt.
Jukka: Ich habe mit Klavier angefangen. Und ich hab auch
Schlagzeug gespielt, aber mehr so mit Küchenutensilien.
Janne: Und ich glaube, jeder von uns stand früher mit dem Tennisschläger vorm Spiegel und hat so getan, als würde er Gitarre spielen.
Jukka: Ich hatte eine Gitarre, aber da habe ich die Saiten abgemacht und die Töne dazu gesungen (singt)! ... Das sollten wir vielleicht auch heute noch so machen! Ich schneide für den Auftritt nachher dann mal die Saiten ab! (lacht)























Wisst ihr noch, wann ihr euch vorgenommen habt, die Musik zum Beruf zu machen?
Alle durcheinander: Gestern! - Vor zwei Wochen! (lachen)
Samu: Eigentlich gar nie ... ich hatte nur immer den Traum, ganz viel Musik zu machen und es dabei zu etwas zu bringen. Ich wollte auf die Bühne gehen und vor einem großen Publikum spielen. Ehrlich gesagt komme ich mir auch jetzt nicht wie ein Profi vor, wenn ich mich singen oder spielen höre ...
Jukka (lacht)
Samu (grinst): Da würde ich jetzt an deiner Stelle lieber nicht lachen! Wir hangeln uns halt durch die Songs und alle denken, wir seien total gut ... (lacht).
Jukka: Ich war damit schon früh dran; mit fünf wollte ich schon Jazzkomponist werden und bin dann auch an die Musikakademie gegangen.
Raul: Bei mir war’s wie bei Samu. Ich hatte auch schon lange Zeit Musik gemacht, aber nicht daran gedacht, von Beruf Musiker zu werden. Rockmusik ist ja schon auch noch mal was anderes.
Samu: Die Frage ist ja, wann ist man ein Profimusiker? Wenn man das Gefühl hat, man geht zur Arbeit, wenn man Musik macht?
Vielleicht wenn man seinen Lebensunterhalt damit verdient?
Raul: Ja, schon. Aber wenn mir jemand einen Stapel Noten hinlegt
und ich soll das spielen ... hm ...























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Samu: Ja, wenn man Geld damit verdient, dann vielleicht schon. Aber ich wollte wirklich nie ein Profimusiker werden. Oder nein, schreib lieber: „Er wollte schon immer ein Rockstar sein“ – das klingt besser! (lacht)
Jukka: Aber du hast ja auch schon früh angefangen, Gigs zu spielen, Sami ... Ich habe so mit 14 begonnen ...
Sami: Ja, ich auch, da habe ich mit meinem Onkel zusammen gespielt, so „Humppa-Musik“ (zur Erklärung: das ist eine Art finnische Volksmusik)...
Jukka (auf Deutsch): ... Schlager!!! ... (lacht)
Sami: ... meine Eltern haben mich in keiner Band spielen lassen, weil sie wollten, dass ich mich auf die Schule konzentriere.
Janne: Bei mir war das ähnlich. Und ich war vielleicht so 10 Jahre alt, als ich die ersten Bon Jovi- und Kiss-Videos gesehen habe und ich glaube, ich war 11 oder 12 als ich bei meinem ersten Guns’n’Roses-Konzert in Helsinki war, das war toll.

Samu (blättert im KNAX-Heft und liest auf Deutsch vor): „Komm schon, ich bin ein Superstürmer!“ Was ist denn ein „Superstürmer“? Ich kenne nur Christina Stürmer ... (lacht)

Wie habt ihr euch bei Laune gehalten in der Zeit, in der ihr noch keinen Erfolg in den Charts hattet?
Jukka: Das war gar kein Problem!
Janne: Man braucht sich nicht zu dem
motivieren, was man sowieso am liebsten macht.
Jukka: Man macht es einfach. Man spielt zu Hause oder anderswo Gitarre und genießt es und das ändert sich auch nicht, egal ob man ein Rockstar ist oder nicht.
Raul: Das größere Problem war eher, sich für den Alltagsjob zu motivieren!
Samu: Genau - wie bringt man sich dazu, in die Fabrik zu gehen! Vielleicht so: „Ich will der Star der Fabrik werden“ oder so. (lacht)
Raul: Das war jedes Mal so cool, wieder auf einer Bühne zu stehen!
Jukka: Ja, wir hatten dann alle paar Wochen einen Auftritt und haben gemerkt, wie wir uns entwickeln. Das ist wirklich motivierend, wenn man sieht, wie es immer weitergeht.
Samu: Aber ich glaube, der wichtigste Grund war, dass unser Publi-
kum mit uns gewachsen ist und uns begleitet hat. Wir haben alle vier oder fünf  Wochen einen Auftritt gehabt, am Anfang vor 11 Leuten, dann vor 29, 150, dann 200 ... die sind uns überallhin gefolgt. Und das war wirklich toll und bereichernd, auch wenn wir damals noch kein Geld damit verdient haben.

Was für ein Gefühl ist es heute, wenn ihr auf die Bühne geht?
Janne:
Das ist so eine besondere Art von Aufregung, ein bisschen
wie Schmetterlinge im Bauch, aber auf eine angenehme Art.
Jukka: Und wir hoffen, das bleibt für den Rest unseres Lebens so! Wenn das nicht mehr so ist, macht es keinen Spaß mehr und dann sollte man sich besser einen anderen Beruf suchen!

In diesem Sinne: Weiterhin Schmetterlinge im Bauch und ganz viel Erfolg!


 


 

 




 

 





















Zum 33. Geburtstag von KNAX hat Samu noch einen lustigen Glückwunsch gemalt.

(trt)

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