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Tiere: Huskys

 

Es kommt nicht selten vor, dass Menschen auf der Straße stehen bleiben und sich nach einem Hund umdrehen – und das nur wegen seiner Augen! Vielleicht ist dir solch ein Hund auch schon einmal aufgefallen: ein schwarz-weißes, flauschiges Fell, ein Gesicht, das einer Maske ähnelt und strahlend blaue Augen. Oder noch auffälliger mit zwei verschiedenen Augenfarben: ein Auge ist blau und das andere braun.


Dann bist du einem „Siberian Husky“ begegnet. Diese Hunderasse stammt aus Ostsibirien und gilt als der schnellste, anmutigste und leichteste aller Schlittenhundearten. Huskys sind sanfte Spielgefährten, sehr kinderlieb und ihrem Herrchen treu ergeben. Allerdings lassen sie sich eines nicht nehmen: ihren ausgeprägten Bewegungsdrang!

Husky (sprich: „Haski“) kommt aus dem Amerikanischen und bedeutet „heiser". Aufgrund seines heiseren Gebells bekam der Husky also seinen Namen. Oft werden fälschlicher Weise alle Schlittenhunde als Huskys bezeichnet. Doch es gibt verschiedene Schlittenhunde-Rassen. Die größte und kräftigste ist der „Alaskan Malamute". Er wird auch die „Frachtlokomotive der Arktis" genannt, weil er so schwere Lasten ziehen kann.

 

Der „Samojede", den man an seinem "lächelnden" Gesicht erkennt, ist mit seinem weißen, flauschigen Fell der Liebling aller Kinder. Verschiedene Farbkombinationen von schwarz, braun und weiß hat der „Alaskan Husky". Er ist ein Mischling aus einem „Siberian Husky" und einem Jagdhund. Und schließlich zählt auch der grau-weiße Grönlandhund dazu. Alle Hunde des hohen Nordens haben eines gemeinsam: ihr buschiges Fell mit dichter Unterwolle, das ihnen ausreichend Schutz gibt und Temperaturen von minus 45 Grad Celsius ohne wärmenden Unterschlupf ertragen lässt.


 

Ohne Hundegespanne wäre die Besiedelung und Erforschung Alaskas und Grönlands kaum möglich gewesen. Schlittenhunde wurden bereits vor mehr als 4.000 Jahren von den Völkern Sibiriens und in Nordamerika eingesetzt. Sie alle dienten als Zug- und Lasttiere, waren sehr streng erzogen und folgten den Befehlen ihrer „Musher“, so nennt man die Hundeschlittenführer, aufs Wort.

 

Ab 1800 entdeckten auch die Europäer, die als Goldgräber nach Nordamerika gekommen waren, die Schlittenhunde und setzten sie als Zugtiere und auf ihrem Weg in die Goldfelder Alaskas ein. Damals erkannten die Menschen, zu welchen Leistungen die Hunde fähig waren. So fand 1908 in der Stadt Nome in Alaska das erste Schlittenhunderennen über 670 Kilometer statt.


Als sich im Winter des Jahres 1925 in Nome die Diphtherie, eine schwere Infektionskrankheit, ausbreitete, an der sich viele Menschen ansteckten, wurden die Huskys berühmt:

 

Sie brachten mit einer Hundestafette über 1.000 Kilometer in nur fünf Tagen die rettende Medizin in die Stadt.

Leonhard Seppala, ein Norweger, der als Goldsucher und Schlittenführer seinen Lebensunterhalt verdiente, zog von Nome los. 272 Kilometer raste er mit seinem Gespann bei Temperaturen von minus 50 Grad Celsius durch einen tobenden Schneesturm.

Als er die Medizin bekommen hatte, wendete er sein Gespann und fuhr trotz Müdigkeit und Kälte auf schnellstem Wege zurück. Diese Tat brachte ihm und seinem Hundegespann Ruhm ein. Sein Leithund „Togo" bekam für seine Leistung eine goldene Medaille von Roald Amundsen, dem Entdecker des Nordpols, überreicht.

Huskys sind wie alle Schlittenhunde ein bisschen anders als Schäferhund, Spaniel oder Pudel: Sie haben einen viel stärkeren Jagdtrieb und brauchen viel Bewegung. Einfach „Gassi gehen“ reicht ihnen nicht.

Richtig glücklich ist der Husky aber nur, wenn er im Rudel gehalten und im Gespann mit anderen Hunden laufen darf. Mit etwa acht Monaten werden die Huskys zum ersten Mal im Geschirr eingespannt. Dafür müssen sie aber vorher zur „Schule“ gehen, denn das Laufen im Gespann mit anderen Schlittenhunden will gelernt sein. Sie müssen die verschiedenen Befehle kennen lernen und im selben Tempo laufen wie ihre Hundegefährten – sonst gibt es ein Durcheinander und die Leinen verheddern sich.


Ein ausgelernter Husky kann für viele Aufgaben eingesetzt werden und den Menschen sehr behilflich sein.
 

Huskys wurden bei Nordpolforschungen und Antarktisexpeditionen mitgeführt. Im Zweiten Weltkrieg wurden sie von der Armee für Rettungsdienste eingesetzt. Sie dienen auf Wetterstationen in Nord-Kanada und haben sich sogar als Blindenhunde bewährt. Nur für eine Aufgabe ist der Husky nicht geeignet: er ist kein Wachhund! Er hat ein so freundliches Wesen, dass auch jeder Fremde von ihm bellend und schwanzwedelnd begrüßt wird.

Nun hast du die nordischen Schlittenhunde schon ein bißchen näher kennen gelernt, oder?

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