Niemand hat je herausgefunden, warum der holländische Segler „Waterdrinker“ in der Nacht des 8. Oktober 1659 unterging. Das Schiff war unterwegs vom spanischen Cadix nach Vlissingen in Holland. Kurz bevor es den Heimathafen erreichte, fuhr es auf eine Sandbank und sank binnen Minuten. 30 Tonnen Silber, 200.000 Silbermünzen, Diamanten, Perlen und ein Pferd aus weißem Marmor mit goldenem Sattel nahm die „Waterdrinker" in jener Nacht mit auf den Meeresgrund.
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Dort steckt der Schatz seit 453 Jahren im Sand – und zwar zum Greifen nah, denn vor der holländischen Küste ist das Meer nur acht Meter tief. Jeder Hobbytaucher könnte hinunter tauchen und das Wrack plündern. Doch bis heute kennt niemand die genaue Position, obwohl nach der „Waterdrinker“ fieberhaft gesucht wird: ihre Fracht hat einen Wert von 25 Millionen Euro. |
Schätzungsweise drei bis sechs Millionen Schiffe sind seit Beginn der Schifffahrt untergegangen. Vielleicht gut dreitausend
davon sind für Schatzsucher interessant – weil sie wertvolle Fracht geladen hatten, weder zerstört noch ausgeraubt wurden
und in erreichbarer Tiefe liegen.
Eine ganze Flotte reich beladener Schiffe ging vor knapp 400 Jahren unter und liegt noch immer verschollen irgendwo
auf dem Meeresgrund. Möchtest du wissen, welche Schätze sie geladen hatte und was mit ihr passierte?
Im Jahre 1715 machten sich sechs spanische Schiffe an der amerikanischen Ostküste auf, in ihre Heimat zurückzukehren.
Beladen waren sie mit Goldstücken, Goldbarren, Juwelen, Perlen und chinesischem Porzellan. Allein das Flaggschiff,
die „Capitana" hatte 1.300 Kisten mit jeweils 3.000 Silberlingen geladen.
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Zwei Jahre lang hatten die Spanier diese Schätze gesammelt. Der spanische König wartete bereits ungeduldig auf die Rückkehr seiner Schiffe. So gab der Kommandant der spanischen Flotte den Befehl zum Aufbruch. Kaum sechs Tage später geriet die Besatzung in einen fürchterlichen Sturm, einen Hurrikan. Alle Schiffe zerschellten an den Riffen vor der Küste und sanken. Noch heute liegen einige der Wracks unentdeckt auf dem Meeresgrund. |
Da die Spanier damals genaue Ladelisten führten, ist es möglich den Wert der Fracht zu schätzen: nach heutigem
Wert sind es etwa 100 Millionen Euro.
Hunderte Schatzsucherschiffe sind auf den Meeren unterwegs, allesamt angelockt von Geschichten über sagenhafte Schätze.
Aber nicht nur im Meer, sondern auch an Land gibt es verschollene Schätze.
Einer der wertvollsten Schätze, die es jemals gab, ist in Deutschland
verschwunden. Dieser Schatz ist ein einziges komplettes prunkvolles Zimmer.
| Ist dir das schon einmal passiert: du hebst im Wald einen Ast auf oder stützt dich an einen Nadelbaum und deine Finger kleben so sehr, dass du sie fast nicht mehr sauber bekommst? Das ist Harz. Wenn Harz trocknet, wird es hart und dann entsteht Bernstein. Das dauert aber viele tausend Jahre. Aus Bernstein können wunderschöne, glänzende Schmucksteine geschliffen werden. |
König Friedrich I. von Preußen liebte Prunk. Auch ihm gefiel Bernstein. Da kam es ihm in den Sinn, ein ganzes
Zimmer mit dem Stein gewordenen Harz zu vertäfeln. Gesagt, getan. Er beauftragte die besten Bernsteinschnitzer
eine solche Nobeltapete herzustellen. Nach etlichen Jahren war das königliche Schmuckstück fertig und König
Friedrich I. ließ es im Berliner Stadtschloss einbauen.
Sein Sohn, Friedrich Wilhelm I., war nicht so ein Kunstliebhaber wie sein Vater. Er überließ die Vertäfelung dem
russischen Zaren Peter I., der sie in seine Heimat mitnahm. Dort wurde das Prunkzimmer prächtig erweitert mit
Spiegeln sowie einem Decken- und Bodenbelag.
Über 200 Jahre später, im Jahr 1941 kam das Zimmer wieder nach Deutschland zurück.
Es wurde im Schloss von Königsberg mit all seinen Kostbarkeiten wieder aufgebaut. Allerdings blieb es hier
nur zwei Jahre, denn damals herrschte Krieg und man hatte Angst, dass es zerstört oder geraubt werden könnte.
So wurde das gesamte Zimmer wiederum abgebaut und in Kisten verpackt.
Was dann geschah und wo die Kisten hingebracht wurden, weiß man bis heute nicht. Seitdem sind 60 Jahre vergangen
und nicht ein einziges Stück ist wieder aufgetaucht.
Weil das Zimmer so einzigartig und teuer war, wird es manchmal auch das „Achte Weltwunder“ genannt, denn es hätte
heute einen Schätzwert von 120 Millionen Euro.
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Hast du auch einen Schatz? Schätze müssen nicht immer viel Geld wert sein. Manchmal sind die größten Schätze nur ganz kleine Dinge. Zum Beispiel ein Foto von jemandem, den man sehr gern mag oder ein Geschenk, das mit einer schönen Erinnerung verbunden ist. |
Magst du dir deine eigene Schatzkiste basteln? Besorg dir einen Karton, z. B. einen Schuhkarton und beklebe ihn mit buntem Geschenkpapier (vielleicht ist von Weihnachten noch etwas Geschenkfolie übrig, die sieht besonders hübsch aus). Dann legst du all deine ganz persönlichen Schätze hinein. |
Und vergiss nicht, deine Schatzkiste an einem geheimen Ort zu verstecken!