KNAX macht schlau!

Berufe: Im Zoo

 

Viele Kinder träumen davon, im Zoo mit den Tieren zu arbeiten – du auch? Vielleicht stellst du dir vor, wie toll es wäre, der Zoodirektor, also der „Boss", zu sein?

Von der Arbeit eines Zoodirektors wärst du aber wahrscheinlich etwas enttäuscht. Denn er muss zwar auch viel über die verschiedenen Tiere wissen, hat aber nur wenig mit ihnen zu tun. Er ist eher so etwas wie ein Manager, der dafür sorgt, dass im Zoo alles funktioniert: dass genug Geld da ist, um die Tiere zu versorgen und dass genügend gute Leute eingestellt werden, die sich um die Tiere kümmern.

Er selbst ist nämlich gar nicht immer da, sondern versucht auf vielen Veranstaltungen für seinen Zoo zu werben, damit ganz viele Menschen seine Tiere unterstützen und besuchen. Außerdem gibt der Zoodirektor Interviews im Radio oder im Fernsehen und erzählt dabei lustige Geschichten über seinen Zoo.

In den meisten Zoos arbeiten noch andere Menschen, die sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern: die Zoopädagogen. Von denen hast du vielleicht auch schon mal einen getroffen, wenn du am Wandertag mit deiner Klasse im Zoo warst. Zoopädagogen stellen die Informationsschilder auf, machen Führungen, organisieren Veranstaltungen oder geben manchmal sogar richtige Kurse über die verschiedenen Tierarten und ihr Leben. Aber wer kümmert sich denn eigentlich um die Tiere?


 

Den engsten Kontakt mit den Tieren haben die Tierpfleger. Ihr Job kann aber ganz schön anstrengend sein und beginnt meist schon früh am Morgen, noch bevor du in die Schule gehst! Sie machen die Gehege sauber, führen auch mal kleinere Reparaturen durch und sind für die Fütterung der Tiere zuständig. Das kann ganz schön spannend sein!


In der freien Natur müssen sich die Tiere um ihre Nahrung selbst kümmern. Damit ihnen im Zoo nicht langweilig wird, sollen sie auch dort etwas für ihr Futter tun: Dieses wird an einen Platz gelegt, der
nur mit einem Werkzeug erreichbar ist, zum Beispiel einem Stock. Eisbären bekommen eine „Eisbombe" zugeworfen, in die Fisch oder Gemüse eingefroren sind. Raubtiere, wie Tiger oder Löwen, müssen großen Fleischstücken nachjagen, die an einem Seil durchs Gehege gezogen werden.
Die Tierpfleger beobachten auch das Verhalten der Tiere, um festzustellen, ob sie krank sind.



Bei Behandlungen durch den Tierarzt helfen sie ebenfalls mit – oder wenn ein Junges zur Welt kommt. Das ist oft ziemlich aufregend.

 



Natürlich müssen die Tierpfleger sehr viel über die Tiere wissen. Wenn du deshalb im Zoo mal Fragen hast, stell sie doch einfach dem Tierpfleger oder der Tierpflegerin, die beantworten sie dir sicher gern!

Das Spannende für den Zootierarzt ist, dass er es mit so vielen verschiedenen Tierarten zu tun hat. Alle haben unterschiedliche Bedürfnisse und brauchen eine andere Behandlung.


Am schwierigsten sind Wildtiere, wie Raubtiere oder Elefanten. Wenn sie krank sind, kann man ja nicht einfach zu ihnen hingehen und ihnen eine Spritze geben. Deshalb verabreicht der Arzt ihnen das Narkosemittel von Weitem mit einem Blasrohr. Natürlich muss er dafür ziemlich gut treffen können! Wenn er sie dann (unterstützt vom Tierpfleger) behandelt oder operiert, schlafen die Tiere tief und fest.

Wildtiere verbergen aber oft sehr lange, dass ihnen etwas fehlt. In der freien Natur wird nämlich ein Tier, das Schwäche zeigt, leicht von seinen Feinden gefressen oder es wird aus der eigenen Herde ausgeschlossen. Bis also im Zoo Tierarzt oder Tierpfleger etwas merken, sind die Tiere manchmal schon sehr krank und eine Behandlung ist schwierig. Deshalb tut man dort alles, damit sie gar nicht erst krank werden:

Der Tierarzt impft sie und überprüft regelmäßig ihr Blut und ihren Urin. Außerdem stellt er sicher, dass sie gesunde Nahrung bekommen und dass ihr Gehege sauber ist.

Der Tierarzt arbeitet eng mit dem Zoologen zusammen, das ist der Wissenschaftler im Zoo. Er weiß von allen am besten über die Tiere Bescheid. Er betreut die Aufzucht der Tiere und gibt Anweisung, wie sie gefüttert werden sollen. Außerdem hilft er bei der Planung der Gehege und unterrichtet die Tierpfleger, damit sie alles Wichtige über ihre Tiere lernen.

Und du hast jetzt auch schon wieder einiges gelernt, nicht? Viel Spaß bei deinem nächsten Besuch im Zoo!

| Startseite | Knax-Klub | Knax-Welt | Spiel & Spass | Eure Seiten | Wissen | Treffpunkt | Knax für Eltern | Impressum | Sitemap |