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Stanfour, das sind diese vier Jungs von der schönen Nordsee-Insel Föhr:
Konstantin (Gesang),
Alex (Keyboards und Gesang), Eike (Gitarre) und Christian (Gitarre). |
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Mit ihrem Hit „For All Lovers“ haben sich sich in unsere Herzen gesungen. Hier beantworten sie einige KNAXige Fragen für euch. |
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KNAX: Habt ihr als Kinder „KNAX“ gelesen?
Alle nicken.
Christian: Ja, da gab's so Kinderferienprogramme und da war ich immer
ganz vorne mit dabei.
Alex: Und, hast du mal was gewonnen?
Chris: Ja, einmal hab ich eine Kinokarte gewonnen für Mike Krüger in
„Die Supernasen“! Das vergisst man nicht so schnell. ;-)

Worauf habt ihr denn als Kinder gespart?
Chris: Ich auf ein Skatebord! Alle coolen Kinder in der Straße hatten
schon eins. Das hat auch ziemlich lang gedauert bis ich das Geld zusammen
hatte ...
Alex: Ich hatte ein bisschen Schwierigkeiten mit dem Sparen. Ich habe
gern Modellbau gemacht und sobald ich 20 Mark (das sind etwa 10 Euro) zusammen hatte, habe ich
mir neue Modelle gekauft – die ich aber nie ganz zusammengebaut habe, weil ich
die Lust dran verloren hatte. Doch jedes Mal war der Vorsatz da: „Beim nächstes
Mal mach ich's aber ordentlich!“ Und deshalb habe ich immer wieder Geld dafür ausgegeben. Aber einmal hab ich eine Boeing zusammengebaut, so richtig lackiert und
mit den Aufklebern drauf!
Eike: Ich hab auch sowas gemacht, aber so richtig gespart hab ich auf ein
BMX-Rad, das weiß ich noch.
Alex: Seitdem ich 14 war, ging das ganze Geld, das ich jemals
erwirtschaftet hatte, in Musiksachen. Grade in der Keyboard-Abteilung kann man
ja richtig Geld liegen lassen. Seitdem bin ich auch nicht mehr glücklich
geworden, finanziell. Ich kam immer null auf null raus.
Chris: Aber das war eine coole Motivation. Auf meine erste Gitarre habe
ich auch ewig gespart. Ich hab dafür so Kaffeeproben geklebt und das war ganz
fies, weil ich pro Tüte 3 Pfennig (etwa 1,5 Cent) bekommen habe und ich
wusste genau, dass die Gitarre an die 900 Mark (rund 450 Euro) kostet. Und so
war ich die meiste Zeit nur am Rechnen, wie viele Tüten ich noch brauchen werde.
Alex: Tütenkleben klingt irgendwie so nach Knast ...
Chris: Jaja, ich hatte ne Kugel am Fuß ... ne, das war natürlich
freiwillig gewählt und es war ja für einen guten Zweck.
Etwas später kommt Konstantin, der jüngere Bruder von Alex, dazu.
Er denkt über die Frage nach den Sparzielen als Kind nach.
Konstantin (schaut zu Alex): Haben wir jemals gespart? ... Also,
ein Sparschwein hatte ich schon, aber es wurde nie bedeutend viel mehr Geld
darin ... aber
ich habe mal für ein Modellflugzeug gespart.
Alex: Hab ich auch schon erzählt!
Konstantin: Von dir?
Alex: Ja!
Konstantin: Du hast doch noch nie ein Modellflugzeug gehabt!
Alex: 'türlich!!
Konstantin: Echt?
Christian: Das hat er bestimmt immer weggeschlossen, damit du's nicht
findest!
Was hat Geld dann für eine Bedeutung für euch als Musiker?
Alex: Naja, es ermöglicht, seinen Weg zu gehen, seinen Traum zu
leben, also für uns zumindest. Als Musiker muss man erstmal viel Geld
reinstecken, bis man was rausbekommt. Es ist halt ein teures Hobby und wenn
man das dann weiterentwickelt umso mehr. Es dauert lang, bis man mit Musik
etwas verdient. Geld ist dafür also sehr notwendig.
Wann hattet ihr denn den ersten Auftritt als Stanfour?
Chris: Das war so vor drei Jahren auf Föhr.
Wann war bei euch der Wunsch da, Musik zum Beruf zu machen?
Chris: Den Traum hatte ich eigentlich schon immer. Ich habe mit 12
angefangen, Gitarre zu spielen. Es gab dann noch ein paar Umwege, ich wollte
dann erst Musik studieren, aber das hat dann nicht so ganz hingehauen, aber
der Wunsch Musik zu machen, war immer da. Und dann haben wir uns kennen
gelernt und dann kam eins zum anderen. Wir haben dann hingeschmissen, was
wir sonst noch so an Jobs hatten.
Wie begeistert sind Eltern von sowas?
Eike: (verdreht die Augen und grinst)
Chris: Wie Eltern halt so sind – am Anfang haben sie besorgt gefragt,
wie man sich das denn so vorstellt. Aber als sie dann mal bei einem Konzert
dabei waren und noch viel später mal was von uns im Radio gehört haben,
wurde es für sie greifbarer. Und jetzt sind sie total dabei und unterstützen
uns!
Gab's mal einen besonderen Ort, an dem ihr gespielt habt?
Alex: Einmal haben wir im Hof einer mittelalterlichen Burg in der
Nähe von Nürnberg gespielt. Von da übersah man sozusagen halb Bayern und das
haben wir dann auch beschallt. Das war eine ... mittelalter-
liche Erfahrung,
mit Rittern im Publikum!
Was hört ihr sonst noch so an Musik außer eurer eigenen?
Konstantin: Alles querbeet von klassischer Musik bis Metal; da hat
jeder seine eigenen Vorlieben. Die eigene Musik hört man während der
Aufnahmen im Studio so oft, das reicht dann eigentlich ...
Alex: ... fürs Leben! ;-)
Seid ihr aufgeregt, bevor ihr auf die Bühne geht?
Eike: Eher konzentriert. Und wenn dann der erste Ton gespielt wird,
dann geht das so langsam weg.
Was für ein Gefühl ist das denn, Fans zu haben?
Konstantin: Interessant, aber auch ein bisschen komisch. Man merkt
auf jeden Fall, dass man ein paar Leute erreicht mit der Musik und das ist
schön.
Was muss man denn mitbringen, wenn man Musiker werden will? Was
könnt ihr so als Tipps weitergeben?
Konstantin: Mitbringen muss man Leidenschaft und den Willen, dass man
es überhaupt machen will. Dass man Musik machen will und es sich nicht nur
einredet oder so nebenher machen will. Wenn man diesen Willen hat und diese
Leidenschaft, dann muss man noch genügend Zeit und Geduld aufbringen.
Gerade, wenn man etwas lernt, geht das halt nicht von heute auf morgen, das
dauert alles sehr lange und diese Geduld muss man unbedingt mitbringen. Aber wenn
man's will, dann zieht man das durch und irgendwann wird es sicherlich auch
klappen.
Alex: Die Motivation, Musik zu machen, sollte halt nicht sein,
„berühmt“ zu werden, weil man da die Musik häufig zu schnell aus den Augen
verliert und zu schnell frustriert ist. Man sollte auf jeden Fall versuchen,
die Musik um der Musik willen zu machen!
Wir wünschen Stanfour weiterhin ganz viel Spaß und Erfolg mit ihrer Musik!

Fotos von Stanfour bei Sommerfestivals findet ihr hier:
Halberg Open Air und
Mühlhausen