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Vogelbestimmung

Schläfst du immer, bis der Wecker klingelt oder wachst du manchmal schon früher auf?
Wenn man schon eher wach ist, kommt man in den Genuss eines tollen Vogelkonzerts.

Weißt du eigentlich, warum Vögel singen?

Hauptsächlich singen unsere gefiederten Freunde, um Partner anzulocken oder um ihr Revier gegen Rivalen zu verteidigen. Dabei wollen sie auch wirklich gehört werden. Eine Studie an Nachtigallen ergab, dass Nachtigallen, die an stark befahrenen Straßen siedeln, deutlich lauter singen als ihre Kollegen im Wald. Besonders interessant: Am Wochenende, wenn der Verkehr nicht so laut ist, singen auch die Großstadtnachtigallen wieder leiser.

 

Es gibt auch Vögel, die ein „Triumphgeheul“ anstimmen, wenn sie einen Eindringling aus ihrem Gebiet verjagt haben. Die so genannten Flötenwürger stimmen einen ganz besonderen Siegesgesang an. Und zwar singen Männchen und Weibchen in schnellem Wechsel einen hohen und einen tiefen Ton.

Wir stellen dir hier ein paar in Deutschland heimische Vogelarten vor, die du bestimmt schon gesehen und gehört hast.

 

Amsel

 

Noch vor etwa hundert Jahren war die Amsel ein scheuer Waldvogel. Aber inzwischen sind viele von diesen Schwarzdrosseln, wie die Amsel auch genannt wird, in die Stadt gezogen und dort heimisch geworden. Schön für uns, denn die Amsel zählt zu den besten Sängern in der Vogelwelt.

Das Männchen kann man leicht beschreiben: Es ist schwarz mit gelben Augenringen und einem orangegelbem Schnabel.
Das Weibchen ist etwas kleiner als das Männchen und braungrau. Am Bauch sind die Amseldamen oft leicht gefleckt. Ihr Schnabel kann grau, braungrau oder gelbgrau sein.



Der Gesang der Amsel fängt meist mit tieferen Flötentönen an und endet mit leiseren „Verzierungen“, die oft kurze Teile von Rufen anderer Vögel enthalten. Sehr markant ist auch ihr Warnruf: Ein einzelner hoher Ton, der mehrere Male kurz ausgestoßen wird.

Amseln kann man im Sommer gut beim Sonnenbaden beobachten. Dabei spreizen sie ihre Flügel und schließen oft auch genüsslich die Augen.

 

Kleiber   

Der typisch laute Pfeifton des Kleibers ist eine wohlbekannte Stimme im Vogelkonzert. Er reiht mehrere gleiche, hohe Pfiffe aneinander.

Mit seiner Körperform ist der verhältnismäßig kleine Vogel einmalig in Europa. Er hat einen im Vergleich zum Körper sehr großen Kopf und einen kurzen Schwanz. Dadurch und durch seine immer etwas geduckte Haltung wirkt seine Gestalt gedrungen. Seine Beine, Zehen und Krallen sind sehr kräftig, wie auch der lange Schnabel.

Sein Federkleid ist auf der Oberseite bläulichgrau und am Bauch rotbraun. Über dem Schnabel trägt er einen schwarzen Streifen, der durch das Auge bis zum Flügelansatz geht.


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