Filter: Sichern Sie das Internet
Die grenzenlosen Möglichkeiten des Internets können natürlich begeistern; sie bergen aber auch viele Gefahren,
die vor allem für Kinder und Jugendliche nicht zu unterschätzen sind.
Um Ihr Kind ausreichend zu schützen, sollten Sie unbedingt einen Filter einbauen, der sexistische, rassistische
und rechtsradikale Internetseiten unterbindet.
Die Filtersysteme untersuchen die Websites nach Schlagwörtern oder Bildern und sperren dann Seiten, die als
kritisch eingestuft werden. Außerdem können die Filterprogramme diejenigen Seiten blockieren, die aufgrund
der Selbsteinschätzung der Anbieter nicht kindgerecht genug sind.
Verwenden Sie am besten einen Filter, der bereits auf Ihrem Browser vorhanden ist. Beim
Internet Explorer
müssen Sie dazu das Menü „Extras/Internetoptionen/Inhalt“ öffnen und den Button „Inhaltsratgeber“ aktivieren.
Jetzt können Sie Kategorien wie „Gewalt“ und „Sex“ in fünf Stufen regulieren und eine eigene Liste mit Seiten anlegen,
die zugelassen oder geblockt werden sollen. Diese Einstellungen können Sie abschließend mit einem Passwort sichern.
Im Netscape Navigator finden Sie den internen Filter im „Hilfemenü“ unter „NetWatch“. „NetWatch“ blockiert die
Internetseiten anhand der Selbstklassifizierung und Selbstkennzeichnung der Inhalte von Anbietern.
Natürlich können Sie auch einen externen Filter installieren, beispielsweise „NetNanny“, „Norton Internet Security“
oder „CyberSitter“. Eine Auflistung der aktuellen Filterprogramme können Sie aus den gängigen Computermagazinen entnehmen.
Favoriten: Bieten Sie Internetseiten an
Um Ihr Kind von vornherein nicht auf unerwünschte Seiten gelangen zu lassen, empfehlen wir Ihnen, einige
Favoriten anzulegen.
| Surfen Sie selbst mit Ihrem Kind durchs Internet und überlegen Sie, was Ihr Kind interessieren könnte. Es gibt viele schön gestaltete Kinderseiten. Vielleicht interessiert sich Ihr Kind ja neben KNAX für die „Sendung mit der Maus“ oder für die Seite von „Greenpeace“? |
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Gehen Sie gemeinsam auf Entdeckertour und vergessen Sie nicht, den Filter zu aktivieren.
E-Mail: Schaffen Sie Vereinbarungen
Vereinbaren Sie feste Regeln mit Ihrem Kind. Es sollte wissen, dass es in keinem Fall persönliche Daten wie
Name, Anschrift, Fotos etc. in Chats oder Foren angeben darf.
Teilen Sie Ihrem Kind mit, dass es E-Mails von unbekannten Absendern und E-Mails mit Dateianhängen nicht öffnen soll.
Am besten richten Sie mit Ihrem Kind gemeinsam eine E-Mail-Adresse ein und zeigen ihm dann, wie sich Nachrichten in
einen SPAM-Ordner verschieben lassen und wie man einen SPAM-Filter einrichten kann.
Es ist wichtig, dass Sie selbst regelmäßig den E-Mail-Eingang Ihres Kindes prüfen und Ihr Kind für verdächtige
Betreffzeilen sensibilisieren. Suchen Sie den Dialog und weisen Sie Ihr Kind auf die möglichen Gefahren des Internets hin.
Bitten Sie Ihr Kind, niemals auf zweideutige, bedrohliche, sexistische oder hetzerische E-Mails zu antworten.
Ihr Kind soll wissen, dass es Sie auf jeden Fall ansprechen muss, wenn es beim Mailen auf Dinge stößt, die ihm
seltsam vorkommen oder gar Angst machen. Außerdem sollten Sie vor Kettenbriefen und Downloads warnen und Ihrem
Kind zeigen, wie es einen Virenfilter einsetzen kann.
Internet: Tipps zum praktischen Umgang
Natürlich müssen Sie Ihr Kind vor den Gefahren des Internets warnen; sie sollten ihm aber deshalb nicht gänzlich
den Zugang zum Internet verweigern. Denn das Internet, und der Umgang mit dem PC, gehören heute zum alltäglichen
Leben. Sie können Ihr Kind darauf vorbereiten, indem Sie ihm den richtigen Umgang lehren.
Lassen Sie Ihr Kind ab 3 Jahren die ersten praktischen Computer-erfahrungen sammeln. Wenn Ihr Kind will, kann es
beispielsweise auf die Tastatur tippen und damit Ihre Computertätigkeiten nachahmen.
Ab 4 bis 6 Jahren können Sie die ersten kleineren Internetausflüge unternehmen. Zeigen Sie Ihrem Kind die Seiten,
die es interessieren könnte – aber immer nur gemeinsam und maximal 30 Minuten am Tag.
Die wöchentliche Medienzeit sollten Sie ab einem Alter von 6 bis 11 Jahren im Verhältnis zu den anderen Aktivitäten
Ihres Kindes betrachten. Vergessen Sie nicht, Hilfen zu geben und ein gutes Filterprogramm einzurichten.
Ab 12 Jahren wird Ihr Kind vielleicht ganz wissbegierig mehrere Stunden durchs Netz surfen wollen. Sie müssen
deshalb nicht beunruhigt sein – so lange dabei nicht die Freunde, Hausaufgaben oder die Familie vernachlässigt
wird und es bei einmaligen „Anfällen“ bleibt!
Weitere Informationen zum sicheren Surfen und E-Mailen finden Sie auf
www.schau-hin.info – einer bundesweiten Initiative vom
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.