KNAX macht schlau!

Tiere: Affen


Im Zoo macht es besonders viel Spaß, den Affen zuzuschauen. Sie toben meist in Gruppen durchs Gehege und wenn du ihren Gesichtsausdruck anschaust, glaubst du, sie wollten dir etwas mitteilen.

 

Die meisten Affen ernähren sich nur von Pflanzen und leben in Horden auf Bäumen. Es gibt sehr viele verschiedene Affenarten – hier erfährst du etwas über die bekanntesten.


Einer der wenigen Affen, der nicht auf Bäumen, sondern auf dem Boden und in Felslandschaften lebt, ist der Pavian. Du erkennst ihn an seinem roten Hinterteil. Paviane werden nur 50 bis 75 Zentimeter groß, Weibchen 30 bis 40 Zentimeter. Sie sind aber sehr kräftige Tiere. Paviane sind Allesfresser: Sie ernähren sich zwar vor allem von Pflanzen, verspeisen aber auch mal Insekten oder Reptilien und manchmal jagen sie sogar junge Gazellen oder Kaninchen. Ihre größten Feinde sind Leoparden, Löwen und die Menschen. Wenn sich einer dieser Feinde nähert, stoßen Paviane bellende Warnrufe aus und flüchten zusammen auf Felsvorsprünge oder Bäume. Einen einzelnen Feind greifen sie manchmal auch gemeinsam an und jagen ihn in die Flucht.




Beim Orang-Utan steckt die enge Verwandtschaft zum Menschen schon im Namen: „Orang-Utan" bedeutet „alter Mann aus dem Wald". Du erkennst Orang-Utans an ihrem langen, orangefarbenem Fell; außerdem haben sie keine Schwänze. Orang-Utans leben in den Urwäldern Borneos und Sumatras in Asien. Sie sind sehr gute Kletterer. Man sagt, sie können sich zehn Kilometer weit fortbewegen, ohne einmal den Boden zu berühren!

Weißt du, welches Tier als das intelligenteste der Welt gilt?


Der größte Affe ist der Gorilla. Er wird bis zu zwei Meter groß und bis 350 Kilo schwer! Er lebt in den Bergen oder in Bambuswäldern Afrikas. So ein schwarzer Gorilla sieht wirklich bedrohlich aus mit seinen kräftigen Wangenknochen, den buschigen Augenbrauen und dem hoch aufragenden Hinterkopf. In Wirklichkeit ist er aber sehr friedlich. Nur wenn er sich bedroht fühlt, richtet er sich auf und trommelt sich mit den Fäusten auf die Brust.

 

Von allen Affen sind uns die Schimpansen am ähnlichsten: Junge Schimpansen lernen anfangs sogar schneller als die Menschen. Menschenkinder gewinnen dann aber einen deutlichen Vorsprung.



Die meisten Schimpansen sind etwa 1,30 Meter groß, manche auch bis zu 1,70 Meter. Trotzdem haben Schimpansen 3- bis 4-mal so viel Kraft wie wir. Sie leben in Afrika und gehören wie Gorillas und Orang-Utans zu den Menschenaffen.


Affen können nicht sprechen, viele verstehen aber unsere Sprache. Manche Schimpansen oder auch Gorillas können sogar Zeichensprache lernen und eigene Wörter erfinden. Die Schimpansin Lana bezeichnet zum Beispiel eine Ente als „Wasser-Vogel" und der Gorilla Koko nennt einen Ring „Finger-Armband". Sie setzen also auch ihnen schon bekannte Begriffe neu zusammen. Ganz schön schlau, nicht wahr?


Die Schimpansen gelten als die intelligentesten Tiere der Welt. Wenn sie nämlich irgendetwas nicht selbst schaffen, erfinden sie einfach Werkzeuge dafür. Zum Beispiel zerkauen sie grobe Blätter zu einem Schwamm und saugen damit Wasser aus Astlöchern auf, um es zu trinken. Zum Nüsse knacken verwenden sie Steine und zur Selbstverteidigung Knüppel.

So, jetzt hast du ganz schön viel gelernt. Beim nächsten Zoobesuch wirst du die Affen bestimmt mit ganz anderen Augen sehen!

 

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